Buchhaim

Niedergestreckt im Bett wurde es heute nichts mit dem angekündigten „auf Schule freuen“, die armen Kolleginnen müssen jetzt noch einen Ausfall mehr verkraften und die armen Mäuse sind bestimmt aufgeteilt…….dazu hat Jan-Jürgen heute Geburtstag, und dass auf seinem Tisch nicht das übliche Hattifnattengeburtstagsarrangement auf ihn wartet wird ihm sicher nicht zur Freude gereichen (und unsere schwierige Beziehung nicht verbessern).

Um mich von all dem und dem Malade-sein abzulenken, hab ich mich in den vergangenen Stunden ausführlich Moers´ „Stadt der träumenden Bücher“ gewidmet. Obwohl ich wirklich nicht wenig lese, war das bisher an mir vorbei gegangen (ein gehendes Buch? Aber ja!). Was soll ich sagen außer „der Knaller!“?! Nix, also: Der Knaller, aber wirklich und erst recht die Fußnoten – es sollten viel mehr Bücher von Lindwürmern geschrieben werden. Und sowieso sollte es auf jedem Kontinent eine Stadt wie Buchhaim geben (ohne Katakomben wenn möglich): Ich liebe es, von einer gewissen Auswahl an Literatur (als nicht wertender Begriff: ich bin eine große Verfechterin der Aufhebung der elitär-arroganten Unterscheidung in U- und E-Belletristik) umgeben zu sein.

In der Hattifnattenwohnung gibt es in jedem Raum etwas, das sich als Literatur verstehen lässt: Im Wohnzimmer wohnt der Großteil der Belletristik, immer mal wieder Ordnungsversuchen unterworfen. Am ehesten klappt das bei den Gedichten,die find ich auch einfach nicht wieder in ihren dünnen Bändchen, wenn sie zwischen „Die Kunst, auf(zu)räumen“ und „Harry Potter and the Deathly Hallows“ verschwinden.

Im Schlafzimmer wird auf lange Sicht auch ein Regal mit Schöngeistigem stehen (denn auf keinen Fall wird meine schöne blaue Wand im Wohnzimmer zugeBILLYt!), momentan schaffen unsere Nachttische Stauraum. Es könnte möglicherweise bezeichnend für meinen Nachttisch sein, dass – wenn ich den GatteHattifnatte etwa frage: „Sachma, wo ist denn das rote Geschenkband?“  – er grinsend antwortet: „In der Schule? Auf deinem Nachttisch?“–> beides große, alles verschlingende Welten für sich…Da ich mich eh gerade Laptopbepackt im Bett befinde hier eine illustre Auswahl der momentan dort gelagerten Bücher:

  • Diana Gabaldon: Die geliehene Zeit (Band 2 der „Highlandsaga“ um Jamie und Claire. Liebe, Krieg, Verrat, Zeitreisen. Inhalt: Schmonzette. Geschrieben: wundervoll. Ein Exemplar der inzwischen siebenbändigen Reihe liegt stets hier – die schönsten Stellen helfen immer!)
  • Gesammelte Klein-Erna-Witze (das sind alte Hamburger Witze, die höchstens Menschen lustig finden, die in Hamburg geboren wurden. Ich gestehe dazu zu gehören.)
  • Artemis Fowl –> an H. zurückgeben, da ausgelesen. Zweiten Band besorgen!
  • „Noch ein Stück“ –> Kochbuch. Macht süße Träume
  • K. Tessaro: Debütantinnen. Schon wieder Schmonzette. Gefiel mir nicht,  nach Hälfte aufgehört –> zurück zur Bücherei
  • Um den Ruf zu retten: Grass: Die Danziger Trilogie. Da in einem Band wirklich ganz außerordentlich schlecht im Bett zu lesen. Und die Blechtrommel ist nach wie vor nicht meine Einschlaflektüre No.1 –> zurück ins Wohnzimmer

Dass auch im Arbeitszimmer Bücher wohnen, hattet ihr euch wahrscheinlich schon gedacht. Gestehen muss ich allerdings, dass auch das Bad eine Literaturecke beherbergt. Einstmals lagen da vorwiegend Zeitschriften (endlich mal Zeit das AfS-Magazin und die GEW-Zeitung zu lesen…:-)), vor einigen Monaten schaffte der Mann dann dieses Buch an. Trotz des nun ja – beschissenen blöden – Titels ist die Lektüre lohnend.

Der literarische Gehalt der Küche ist idealerweise fotografisch festzuhalten. Geschieht demnächst, mag jetzt nicht aufstehen.

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4 Gedanken zu “Buchhaim

  1. Die Stadt der träumenden Bücher gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Ich kann nur dringend empfehlen mit der Lektüre des Folgebandes (Das Labyrinth der träumenden Bücher) zu warten bis der dritte Band der Reihe rauskommt, sonst ist das nämlich eine einzige Enttäuschung :-/

    Zur Ordnung der Wehschen Bibliothek: Ich sortiere farblich. Sieht hübsch aus, macht es aber nicht unbedingt leichter…

    Ansonsten gute Besserung! 🙂

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