Liveberichterstattung

Jedes pressemäßige Druckerzeugnis (aus unserer Reihe: wörter, die ich verachte, aber schon immer mal benutzen wollte) nutzt immer mal wieder als unsfälltgeradenichtsanderesein-Sommmerlochthema das Internet und den arbeitenden Menschen in Kombination. Da gibt es viele Möglichkeiten zu schimpfen (das Surfen! Die ablenkung! Die ständigen Mails! Facebook!) und zu loben (Skype! Mails! automatische Kalendersynchronisation!).

Ohne motzen, ohne loben: Hier wird die kommende Stunde, in der Arbeit geplant ist, dokumentiert (alle 10 Minuten) (Jaha, man weiß: Wenn man einem willigen Schüler einen Selbstbeobachtungsbogen [„Mache einen Strich, wenn du dich gemeldet hast……“) gibt, wirkt schon das oft verhaltensmodifizierend. Könnte bei mir auch passieren. Ist ja aber auch Freitagnachmittag, da sind Tricks erlaubt).

Auf die Plätze fertig – LOS

16:20-16:30:

eigentliches Tun: Vorbereiten Musikstunde 2. Klasse Mo, 1. Std.

Internetaktivitäten:

Blogmails gecheckt, Bild von Kröte in Google gesucht, Text von „Trommelkönig von Kalimbo“ in Google gesucht

16:32 – 16:42:

eigentliches Tun: immer noch Musik 2. klasse. Dafür fast nix geschafft.

Internet: auf Ebay nach vibraslap gesucht und viele weitere lustige Effektinstrumente gefunden. Kontostand gecheckt. Mails gecheckt. Dem brands4friends-Link widerstanden.

Erst wieder in 10 Minuten wird firefox geöffnet

16:44 – 16:54:

Eigentliches tun: Deutsch Montag und Dienstag 2. Klasse

Internet: nix (dafür im KinderKünsterMitmachbuch länger geblättert, als es die Planung erfordert hätte. Und 2 Riegel weiße Schokolade gegessen. Ha! Ohne das Internet werde ich fett! 😉 )

16:56 – 17:06:

eigentliches Tun: Deutsch 2. Klasse: Lese- und Hörübung Tiergeräusche

Internet: Bilder von elefant, Meerschwein, Jungvögeln, Bär, Pferd gesucht (Ha! Arbeitsbezug! ausschließlich!)

An abendessen gedacht

17:08 – 17:20:

eigentliches Tun: s.o., drucken. schneiden, zusammenstückeln, kopieren

Internet:

Scheissewaskocheichheute („wirsingrouladen mit Selleriepüree“? Will man mich ärgern? [oder einfach durch Absurdes erfreuen?]), Soundtrack der „Tribute von Panem“ auf youtube gesucht und gefunden.

Zeit um! 🙂

(Wertvolle) Erkenntnisse:

Der (selbst)zwang zur dokumentation diszipliniert, raubt aber selbst Zeit

Freitagnachmittag ist keine gute Zeit zum Arbeiten

Und hätte ich der Googelbildersuche nicht, so wäre ich nichts als ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle (oh meine Güte, ich sollte für heute wirklich aufhören…)

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Ein Gedanke zu “Liveberichterstattung

  1. Ja, ich glaube, aufhören und Abendessen kochen ist das Beste – ehe sich Deine Gedanken noch werweißwohin verirren .Es gibt ja hoffentlich noch andere Vorräte als Wirsing und Sellerie. Selleriesahnesuppe schmeckt übrigends sehr gut!
    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
    Lieben Gruß
    M.

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