Schließen und entschließen (das eine logisch, das andere unpädagogisch)

Auf dem Sportfestrückweg. Kinder erschöpft, sehr unlustig jetzt noch zwei Kilometer zu gehen und sich immer mehr vom Friedensmodus entfernend. Drei Minuten zuvor musste ich ein wildes Umsichschleudern von Fäusten und Verbal-Obszönem zwischen Ernst und Jonnie beenden.

Die Szene beginnt:

Ernst pirscht sich in – so nehme ich an –  Waffenstillstandsverhandlungsabsicht an Jonnie an.

Jonnie (Blick gesenkt, Stimme im Waffenstillstandsmodus): „Näaa*du Knochen?!“

Ernst: „Pfff“

Jonnie (Stimme im Spielmodus): „Knochen, Knochen!“

Ernst: „Wie jetzt Knochen? Eben war ich noch ne Fotze und jetzt soll ich ein Knochen sein? Das geht gar nicht gleichzeitig!“

Jonnie: stumm

Frau H.:Denkt sich, dass breit grinsen hier eine sehr unpädagogische Reaktion ist. Entschließt sich es trotzdem zu tun.

 

* Dies ist ein Geräusch, das (norddeutsche) Kinder sehr regelmäßig von sich geben. Wisst ihr,  was ich meine? Ich würde gern lautschrift können. Oder ich sammel mal Stimmproben. 🙂

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