Wohlfeil!

Es kommt schon mal vor, dass ich in meiner Grimms Märchen-Ausgabe das ein- oder andere verschwurbelte Wort entschwurbele und den ein- oder anderen speziellen Satz auslasse. So komme ich vom Vorlesen ins Erzählen – und das ist ja sowieso mal schwer erstrebenswert.

Ab und an gibt es aber Wörter, die zwar sehr fremd aber so schön sind, dass sie bleiben dürfen (und hernach „übersetzt“ werden). Wohlfeil gehört für mich dazu.

Übersetzung hin, Übersetzung her: Vormals erworbene Schemata sind natürlich stärker. So kam es also dazu, dass Jonnie „wohlfeil“ in die mentale Abteilung „schießen“ einordnete, was sich folgendermaßen äußerte:
In der Frühstückspause darf (Klettverschluss)-Darts gespeilt werden. Als Jonnie sehr nah bei der 100 landet, kommentiert er „Voll der Wohlpfeil, Frau H.!“ 🙂

Es lebe die Wortschatzerweiterung! Es lebe das 19. Jahrhundert! Es lebe dieser nie langweilige Beruf! Es leben alle wohlfeilen und teuren Wohlpfeile! 🙂

Advertisements

3 Gedanken zu “Wohlfeil!

  1. Höhö. Neulich im Grundkurs Musik, Stufe 12, Schüler liest diesen Text:

    „Johann Pachelbel (* August 1653 in Nürnberg; † 3. März 1706 ebenda)“

    daraufhin: Herr Dorok, muss das nicht „in Ebenda“ heißen?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s