Holz vorm Haus: Das Stöckchen (Teil 1)

Ich gestehe jetzt mal was:  ich finde Fragebögen was ganz, ganz Großes. Neulich habe ich ernsthaft davon geträumt, dass ich den „Proust-Fragebogen für Blogger“ des Zeitmagazins ausfüllen dürfte (obwohl ich keine Ahnung hätte, was ich antworten sollte) und schreibe mit Leidenschaft in diese „Meine Schulfreunde“-Bücher (wobei die mit absteigendem Facebookeintrittsalter immer weniger werden). Überflüssig zu erwähnen, dass ich sämtliche Arbeiten unterbreche und mir einen korrespondierenden Schokoriegel aus der Küche hole, sobald ich auf einem geschätzten Blog Fragebögen begegne. Toll sind z.B. die Mütterfragebögen von Okka Rohd.

Und nun hat meine fantastische Freundin Frau Weh beschlossen, mir bei so einer durch die Blogs geisternden Sache Fragen vor die Nase zu stellen.

Ha! Endlich was zu tun an diesem Abend, an dem alle Welt nur mit einem Fußball gucken will.

Die Regeln sind folgende:

  1. Nenne den Stöckchenwerfer.
  2. Beantworte die elf Fragen des Stöckchenwerfers.
  3. Erzähle elf Dinge über dich.
  4. Entwirf elf Fragen, die der nächste beantworten soll.
  5. Wirf das Stöckchen an den nächsten Blogger.

1.) Nenne den Stöckchenwerfer

Mir wurde  „das Stöckchen“ – wie erwähnt – gebracht von Frau Weh. Die hat es von Frl. Rot und von der wiederum kopiere ich hier ganz frech, wer es zuvor noch hatte:

Es kam von Waldschrat (oder Waldschrätin, so genau weiß ich das nicht) und der/die hat es vom Halbtagsblog. Der Jan Martin hat es von Embee, einem Lehrerblogger. Der hat es von Ingo. Und der von Herrn Rau. Und der von ixsi. Und sie hat es aus Bielefeld. Davor war es bei Herrn Jemineh, der es wiederum vonFrau LA² hat. Zu ihr kommt es von dort und davor von hier, davor hier und davor hier.

2.) Die elf Fragen des Stöckchenwerfers

1. Stehaufmännchen oder Wackelkandidat?

Wackelkandidat. Ich lasse mich leider (immer noch) zu leicht verunsichern und von Unfreundlichkeiten beeinträchtigen und brauche dann andere Menschen, die mir sagen „Das ist nicht die Sonne, die untergeht, sondern die Erde, die sich dreht“ (Thees Uhlmann), mich umarmen (der Mann) oder aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen glauben, ich wäre sowieso toll (die Mutter). Dann wird das wackeln weniger.

2. Welches Gedicht kannst du ohne zu zögern aufsagen?

Was immer auch geschieht:

Nie sollt ihr so tief sinken

von dem Kakao, durch den man Euch zieht

auch noch zu trinken

(Kästner)

3. Herzlichen Glückwunsch! Dir stehen unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung, um DIE Schule zu planen. Wie wäre sie?

Ohhhhhhh. Schwer. Ich merke ganz stark, dass Schule mit ihren Lehrern und deren Vielfalt steht und fällt. Es gibt drei Kolleginnen, die ich bewundere. Und die sind ganz, ganz unterschiedlich. Und haben ganz, ganz unterschiedliche Bedürfnisse.

Auf jeden Fall gäbe es ein großes, helles Foyer, in das die ganze Schule reinpasst. Eine pädagogische Insel. Einen Schulsozialarbeiter. Spielgeräte auf dem Schulhof. Zwei Räume pro Klasse. Einheitliche Grundregeln in jeder Klasse und ein Motto des Monats wie bei Susanne Schäfer. so eine Koordinationsperson, die ständig Kontakt zu den außerschulischen Stellen hält und immer genau weiß, wen man am besten anruft, von der Schule abonnierte Fachzeitschriften, auch welche mit wissenschaftlichen Beiträgen….

Fürwahr eine Frage zum Nachdenken im Ganzen Kleinklein, das einen so umgibt.

5. Kreuzchen oder B-chen?

3 b! C-Moll! Und überhaupt Molltonarten! Sie leben hoch!

6. Welche CD begleitet dich schon ganz lange? Was löst sie bei dir aus?

In den ersten Monaten mit meinen WG-Jungs haben wir beim abendlichen Spaghetti mit Pesto-Essen ständig „La revancha del tango“ vom Gotan Project gehört und uns unglaublich Boheme gefühlt. Wenn ich´s höre, schmecke ich den 1,49€ Dornfelder wieder (und die Musik mag ich trotzdem noch).

7. Was ist dein Luxus?

Ohrringe, Ohrringe, Ohrringe! 🙂

8. Du kannst den perfekten Tag planen. Wie sieht er aus?

Och, heut gerade mal gaaaanz sutsche:

Lang schlafen und mit den Gatten aufwachen, ein opulentes Frühstück, in der ZEIT lesen und den Gatten beim Lesen stören, weil ich jeden dritten Satz unbedingt mitteilen muss. Zusammen einkaufen gehen für ein Essen mit Freunden am Abend. Am Nachmittag Böötchen fahren.

9. Warum bloggst du?

Ich habe angefangen um weniger zu weinen und mache es immer noch, weil es mir unerwartet viel Freude macht, Sprache zu biegen –  (und um weniger Schokolade zu essen).

10. Du wanderst aus und kannst genau drei Gegenstände mitnehmen. Welche?

Unoriginell: Gitarre, Ehering, Fotos.

11. Welche Frage möchtest du mir stellen?

Der beste Kuchen für verregnete Samstage im Mai?

3.) Elf Dinge über mich:

1.) Ich esse irre gern. Menschen gegenüber, die nicht gern essen, bin ich zunächst skeptisch.

2.) Seit einigen Wochen benutze ich Augencreme. Die Fältchen…!

3.) An manchen Tagen bin ich lange nicht so konsequent, wie ich gern wäre. Weder mir noch den Kindern gegenüber.

4.) Serienschauen, laminieren, schneiden ist eine sehr befriedigende Ferientagsbeschäftigung. Es eigenen sich aufs beste: Greys Anatomy, Scrubs, Mad Men, How I met your mother, Doctors Diary.

5.) Wenn ich von der Arbeit komme, brauche ich Nutellatoast und Kaffee. Und bitte kurz mal niemanden, der mich anspricht. Und keine Musik. Dann kann ich weiter arbeiten.

6.) Ich bin wahnsinnig gerne Gastgeberin. Im 19. Jhd. hätte ich einen Salon gehabt (und ein Hausmädchen zum hinterher aufräumen).

7.) Ich habe eine Schwäche für Bibliotheken. Ich mag es, wenn man Büchern ansieht, dass sie schon benutzt wurden.

8.) Ich neige zum Chaos, das stört mich (inzwischen).

9.) „Wenn ich etwas sofort verstehe, kann es nicht richtig sein“ sagt R., der Schlaue. Wenn mir was allzu schlüssig erscheint, denke ich daran.

10.) Mein gesprochenes Englisch ist peinlich schlecht.

11.) Mir fällt zu den meisten Situationen ein Zitat sein. Zum Glück spreche ich es nicht immer aus.

Danke für´s Lesen – demnächst geht´s weiter….

Advertisements

7 Gedanken zu “Holz vorm Haus: Das Stöckchen (Teil 1)

  1. Bei Nummer 2 deiner elf Dinge habe ich gezuckt, geht mir nämlich genauso. Auch wenn die so unverschämt teuer sind, dass ich beim Augenzusammenkneifen (weil der Preis doch keinesfalls zu dieser winzigen Creme gehören kann) sicher gleich noch ein zusätzliches Fältchen bekommen habe 😉

  2. Also c-Moll liebe ich ja auch! Aber ich kann auch mit e-Moll sehr gut leben, trotz Kreuzchen und deiner Bitte nach dem Mai-Kuchen-Rezept komme ich gerne nach:

    275g-Rhabarberkuchen vom Blech:

    275g Eier (ca. 4 Stück)
    275g weiche Butter
    275g Zucker
    275g Mehl
    ca. 275g Rhabarber

    In der üblichen Reihenfolge vermischen (Butter, Zucker, Eier, dann Mehl). Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig darauf verteilen. Die Rhabarberstücke dürfen ein kleines bisschen in den Teig gestupst werden. Bei 200 Grad ca. 20 Minuten in den Backofen. Fertig, lecker!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s