1000 mal willkommen

Flüchtlingsunterkünfte brennen, im Internet wird gezündelt, ich könnte kotzen. Und schreien.

Ich könnte lange, politische Texte schreiben. Ich hab´s versucht; Ergebnis sah doof aus.

Stattdessen schaue ich: wie kann ich helfen in meiner Stadt?

Ich lese unglaublich gute politische Texte, wie den von Herrn Buddenbohm.

Ich halte ein Schild hoch mit einem Willkommensgruß. Ich fotografiere mich und lade das Bild hoch bei 1000mal Willkommen.

Ich bin ratlos und würde gern mehr tun. Ich möchte injizierbare Empathie erfinden. Ich bin ein winziges, winziges Sandkorn Gegenöffentlichkeit.

P.S.: Viele interessante Links zum Thema finden sich z.B. auch bei der geschätzten Frau Streng

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5 Gedanken zu “1000 mal willkommen

  1. Du bist ein winziges Sandkorn, aber zusammen können wir ein Sturm sein. Lass uns weiterhin Willkommensgrüße nach oben halten und vor Ort helfen.

  2. Ich muss nur warten, bis das neue Schuljahr beginnt. Wir haben eine VKL-Klasse (Deutsch-Vorbereitungsklasse), wo die Kinder / Jugendlichen aus unserem Flüchtlingsheim alle zunächst einmal landen. Und dann ergeben sich im Alltagsumgang ganz von selbst die Dinge, woran es noch hakt (außer Deutsch als Sprache). Wir haben im Kollegium schon Ranzen- und sonstige Schulsachensammlungen gemacht. Jetzt, wo der Herbst kommt, tippe ich mal auf vernünftige warme Kleidung. Was ich etwas erschütternd fand, sind z.B Situationen wie folgende: ein Mädchen, das im letzten Schuljahr neu war, war am Ende schon so couragiert und im Deutschen geübt, dass sie fragen konnte: „Darf ich im Schülercafe mithelfen?“ Als ich sie vertröstete auf das kommende Schuljahr, da sich das für die letzten 3 Wochen nicht mehr rentierte, wurde sie traurig. Sie wusste nicht, ob sie dann noch da ist, wegen Abschiebung und so…

  3. In einem Sandkasten kann man ja auch schlecht fragen, welches Sandkorn das wichtigste ist. Muss man auch gar nicht. Nur, wenn alle Sandkörner da sind, kann man schön spielen!
    Wenn ganz, ganz viele ein bisschen machen, dann bleibt eben nicht ein Riesenberg Arbeit an ein paar Leuten hängen, und allen geht es weiterhin gut.
    Und jeder Willkommensgruß ist wichtig. Jeder einzelne. Denn das ist unglaublich wertvoll als Gegengewicht zu den paar Unschlauen, die Deutschland am liebsten einmauern würden. Vielleicht wird es Zeit, dass
    man Letzteren zeigt, dass unsereins diejenigen sind, die hier „stolz“ sein dürfen.
    Auf all die helfenden Hände, auf alle die, die das Herz am richtigen Fleck haben, und die nicht lange fragen, sondern einfach machen, wo Hilfe gebraucht wird.
    Also, fühl‘ dich nicht kleiner als Du bist!

  4. Liebe Hattifnatte,
    ein toller Beitrag. Ich habe den „rebloggt“ (sagt man das so). Ich kenne mich ja mit PC und so ganz wenig aus und hoffe, das ist ok so?
    Danke für deine Anregungen!!!

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