Zwischen-sein (und eine abgeschlossene Verlosung)

Da denkt frau sich unbedarft „OhdahabichdochglattvergessenWasserindieKaffeemaschinezufüllen“, das gute BioröstereiausderGegend-Kaffeepulver hat sich schon fast vollständig davon gemacht und dann ist da diese Sauerei und frau denkt sich so für sie untypische Dinge wie „Dafür hab ich jetzt gargargar keine Zeit. Hetze!“ und ihr wandern ein paar alberne Tränchen in die Augenwinkel und das macht es ja auch nicht besser – aber es macht schließlich auch nichts besser „Das macht esja auch nicht besser“ zu denken. Kollege K kommt rein und ist schlau und witzig und hat Schokolade.

Und ich nehme mir diese fünf Minuten und mache keine Pläne und schreibe keine Zeugnisse und räume nichts auf (obwohl es nötig wäre) und führe keine Gespräche und bereite keine Abschiede vor und telefoniere nicht und schlaubergere nicht mal rum (und das ist selten). Ich trinke den doch noch fertiggewordenen Kaffee und merke: es ist wieder Zwischen-Zeit. Fast Ferien, Fast Umfallen vor Müdigkeit, Das Schuljahresende herbeisehnen und es dennoch fast vermissen.

Es war vielleicht das anstrengendste und bestimmt das schönste Schuljahr seit Beginn der Hattifnattenzeitrechnung.

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Falls ihr das diesjährige Sommerferienhattifnattenpäckchen gewinnen wollt, hinterlasst ihr in den Kommentaren einen Moment oder eine Erkenntnis aus diesem (Schul)jahr, an  die ihr Euch gern erinnert und die Euch bleiben soll.

Mit im Losbecher sind alle Kommentare bis Freitag, 7.7., 18 Uhr.

Ich freue mich auf Eure Worte und aufs Päckchenschnüren!

Von Herzen

H.

Ich bedanke mich ganz herzliche für Eure  entzückenden, warmen Kommentare und das offene Teilen von Momenten!

Das Los hat entschieden und die Gewinnerin des Sommerpäckchens heißt Kathrin! Ich melde mich per Mail bei Dir!

 

 

 

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37 Gedanken zu “Zwischen-sein (und eine abgeschlossene Verlosung)

  1. Oh, wie gut ich diese „Zwischenzeit“ kenne!
    Stecke gerade auch bis zu den Ohren drin!
    Zeugnisse sind heut zur Chefin gewandert, ein gutes Gefühl, auch wenn das Prozedere noch weitergeht!

    Und noch 8 Tage, gefüllt mit Probeschüler, Abschiedsgeschenke werken, …

    Was ich aus diesem Schuljahr mitnehme ist das Wissen darum, dass es wieder mal total schnell rumgegangen ist!
    Und ich mir noch mehr Zeit für meine Schüler nehmen kann! So zwischendurch! Fürs Menschliche, für den Austausch, für die kleinen und großen Erlebnisse und Sorgen!

    Habe es dieses Schuljahr geschafft, regelmäßig Klassenbuch zu schreiben!
    Fürs nächste Schuljahr (16. Klasse) habe ich das Förderziel öfter direkt nach den Reihen Zeugnistexte zu schreiben!

    Dir einen guten Endspurt!
    Herzliche Grüße, Vanessa

  2. Vielen Dank für Ihre schönen Texte!
    Ein besonderes Erlebnis in den letzten Monaten:
    Anja ist eine junge Frau. Sie arbeitet auf dem Bauernhof. Tiere füttern, Stall fegen. Und sie singt sehr schön. Sie kann alleine laufen. Aber sie hat Angst. Also läuft sie immer mit jemandem zusammen. Und hält sich feste fest dabei. Das macht blaue Flecken.
    Sie übt ehrgeizig und probiert es immer wieder alleine. Und einmal hat sie es geschafft. Sie ist ohne Hilfe durchs ganze Dorf gelaufen. Sie ist sehr stolz darauf. Vielleicht wird es ein zweites mal klappen. Irgendwann. In ihrem Tempo. Vielleicht sogar ein drittes und viertes mal. Ich wünsche es ihr von Herzen. Bis dahin reiche ich meine Hand.

    Herzlich
    Maria

  3. Oh ja… die Zeit ist schnell vergangen. Auch ich habe meine Zeugnisse schon abgegeben und gebe auch bald meine zweite Klasse ab. Oft habe ich gedacht, dass ich mich freue, die Klasse abzugeben, weil es leider sehr viele anstrengende Momente gab. Aber am Ende hat man doch alle Kinder ins Herz geschlossen und des öfteren gesehen, was sie alles gelernt haben. Bei einem Schüler habe ich gedacht, dass er nie lesen lernen wird. Aber alle Mühen und Anstrengungen haben sich gelohnt. Am Ende liest er jetzt doch längere Text – zwar nicht fließend, dafür aber sinnentnehmend!!! Ich freu mich so sehr darüber!
    Der Abschied wird wie immer ein schwerer Tag werden.

    Viel Kraft und Ausdauer für die letzten Tage, wünscht dir Sabrina

  4. Ich bin noch neu dabei und kann mich nur wundern, wie schnell die Zeit vergangenen ist. Ich nehme ganz viel für mich mit. Z.B. wie schön es ist, ein Danke zu bekommen. Oder dass Prioritäten setzen wirklich hilft. Ich habe ganz viel Inspiration aus Blogs und Podcadts mitgenommen, musste aber akzeptieren lernen, dass man vieles nur auf die „Irgendwann mal nachleaeb oder ausprobieren“-Liste aetzen sollte. Sonst bwkommt man gar nichts gewuppt. Ach ja, und ich habe riesen Fortschritte in meiner digitalen Selbstverwaltung gemacht.

      1. Hmm. Da habe ich mich etwas unklar ausgedrück. Von Lehrern selbst sind es wirklich nur Blogs. Den einzigen deutschsprachigen, den ich lemm ost derrelativ neue von Jenny Brandt „unterrichtsfreie Zeit“.

        Aber ich beschäftige mich sehr intensiv mit digitaler Arbeitsorganisation (Stichworte papierlose Schultasche/Schreibtisch/Büro, BYOD, neue Medien im Unterricht…) Da bin ich zZ ein großer Fan von „Produktiv in digitalen Zeiten“ von Lars Bobach.

        Dann gibt es noch einige nette Sachen für den Englischunterricht, speziell von BBC Radio

        Dann bin ich noch ein riesen Fan von TED. Da gibt es sogar TED-Ed: Lessons Worth Sharing, die sich allgemein an alle in der Lehre richtig. Viel Inspiration & Motivation. Oder die TED Radio Hour, die sich immer mit einem Spezialthema befasst. Sehr empfehlenswert.

        Das ist so eine Auswahl. 😀

  5. Ich bügle seit Beginn desJahres Kompetenzblusen. Für die Elternbeiratssitzung, für den Schulrat, für den Bürgermeister, für die erste Konferenz, für den guten Eindruck… und immer freue ich mich über das geniale Wort „Kompetenzbluse“. Danke dafür!

    1. Danke dafür, dass du die Kompetenzbluse als solche aufrecht erhälst! Meine ist ja leider kaputt und so einen richtigen, kompetenten Ersatz hab ich noch nicht gefunden…bis dahin werden alle Blusen, die ich besitze, auch bloß nass aufgehängt und bleiben ungebügelt. 🙂

  6. Einen unvergesslichen Moment habe ich heuer bei der Geburtstagsfeier erlebt, als ich die Geburtstagsbombe gezündet habe. So viele strahlende Kinderaugen….:)

  7. Erkenntnis? Türen schließen sich und öffnen sich an unerwarteten Stellen. Auch wenn wir manchmal um jeden Preis die Türen offen halten wollen, manchmal zeigen sich hinter den neuen Türen tolle und unerwartet positive Dinge!

    Zwischenzeit: für mich in doppelter Hinsicht, ich gebe meine Klasse im Sommer ab und gehe in Elternzeit..
    Alles Gute und viel Kraft für den Endspurt!

  8. Die goldenen Momente des vergangenen Schuljahres sind so zahlreich, dass der Platz hier nicht ausreichen würde, die finsteren Wolken längst schon wieder verzogen….So ist es immer in der Rückschau: zum Umfallen erschöpft, aber mit einem milden Lächeln im Gesicht. Ist das ein spezieller Lehrerbotenstoff im Gehirn, der zum Schuljahresende ausgeschüttet wird? Das hat die Natur aber fein eingerichtet – ich bin zufrieden.

  9. Liebe Hattifnatte,
    mein heutiger Abend ist gerettet: Du bist wieder da! Zwischenzeitlich befand ich mich doch fast mal auf meinem blog-seelischen Tiefpunkt; lange war nichts von dir zu lesen, deshalb ging ich auf die Suche. Und bekam zur Auskunft: Gesperrt! O, nie wieder deine literarisch kompetent aufbereiteten Gedanken und Erlebnisse lesen? Das Ende des von mir ebenfalls geliebten blogs von Frau Weh hatte mir schon Kummer bereitet (wirklich!) und dein blog nun für mich gesperrt … . Ich erwog (erwägte? nö) schon, dir irgendwie eine email zukommen zu lassen. Aber jetzt … siehe Anfang. Und so kann ich auch gar keinen schlauen Kommentar über eine Momentaufnahme des letzten Jahres abgeben, da a. zu aufgewühlt und b. zu geschlaucht von der Unterrichtsvorbereitung zur späten Stunde. Nun freue ich mich auf weitere Gedankensplitter oder auch größere Teilchen aus der hattifnattischen Erlebniswelt! Im nachhinein und auch im voraus: vielen, vielen Dank! Liebe Grüße, Sissi

  10. Liebe Hattifnatte
    immer wieder erfrischend von dir zu lesen.
    Mein Moment des Jahres ( eher einer von vielen):
    Ich zeige in meiner Klasse ABC Bilder ( Kl2) , dazu meinen die Jungs: „die sind ja wohl eher was für Mädchen“. Wortgewandt wie immer antworte ich. „Ich bin ja auch ein Mädchen“. Daraufhin eine Schülerin (und ja wir haben das Betonen beim Sprechen geübt) : „Ein ALTES Mädchen“!
    …. sprachlos…
    Liebe Grüße, Petra

  11. Ich hatte einen Schüler( 6.Klasse), der meistens die Hausaufgaben gar nicht oder nur teilweise erledigte. Wir begannen der Mutter täglich eine Foto der Hausaufgabenwandtafel per SMS zu senden. Das wirkte Wunder. Die Hausaufgaben wurden von jetzt an zuverlässig gelöst und wir hatten ein grosses Problem weniger, nachdem vorher alle Lösungsansätze misslangen……. Regula

  12. Mein prägendes Erlebnis, war eine Begegnung mit einem syrischen Kind, das seit diesem Schuljahr die Regelklasse besucht.
    Wir gingen innerhalb kurzer Zeit zweimal ins Theater, daraufhin stand das Kind vor mir und sagte: „Ich war noch nie im Theater und mit dir durfte ich jetzt zweimal gehen!“ Das hat mich zutiefst berührt und bewegt.
    Ich wünsche einen guten Endspurt.
    Ich lese gerne hier!
    Herzliche Grüße,
    Kathrin

  13. Zwei Jahre mit meiner Rasselbande liegen fast hinter mir. Es gäbe Hochs und Tiefs, aber zum Glück überwiegen die Hochs deutlich. Ich hatte es diesmal gut erwischt mit meinen Lieben. Noch gute 3 Wochen, die noch sehr arbeitsreich werden (Zeugnisse, Radfahrprüfung, Schulfest, Besuch vom Schulrat, ein Grundschulseminar will auch noch kommen, Abschiedsfeier,…). Danach verlassen wir gemeinsam die Schule. Meine Großen ziehen weiter in die 5. Klasse und ich habe 2 Jahre als Mobile Reserve vor mir.
    Die schönsten Momente? Das sind die Kleinigkeiten am Rande, bei denen dir das Herz aufgeht und du ein Kind am liebsten knuddeln würdest. Im Moment ist es zu schön den Kindern zuzuhören, wie sehr sie der Abschied beschäftigt und wie sie an ihrer Grundschulzeit und ein bisschen auch an mir hängen. Das gibt einem das Gefühl, doch einiges richtig gemacht zu haben. Bestimmt werden am letzten Schultag reichlich Tränen fließen (auf beiden Seiten).
    Liebe Grüße
    Tanja

  14. Liebe Hattifnatte!

    Es würde mich wundern, wenn es nicht fast allen Lehrern so gehen würde!

    Eine schöne Situation war, als wir Kindergartenkinder in der Klasse zu Besuch hatten und meine Erstklässler Bilderbücher vorgelesen hatten. Es war andächtig leise und ich war sehr stolz.
    Das ist das Schönste, wenn man eine 1. Jahrgangsstufe unterrichten darf. Man sieht genau, was sie dank unserer Bemühungen lernen durften. 🙂

    Liebe Grüße
    und schöne erholsame Ferien!

    1. Die Entwicklungen in ersten Klassen durfte ich mir dieses Jahr auch anschauen…das ist schon Wahnsinn, was in nichtmal einem Jahr so passiert: bei den einen schneller, bei den anderen langsamer…toll, dass Deine Lieben schon anderen Bücher vorlesen können!

  15. Liebe Hattifnatte!
    Es ist soooo schön wieder etwas von dir zu lesen!
    Ach ihr fehlt – du und Frau Weh . Aber lassen wir das Klagen!
    Du bist da 🙂

    Ist es unpädagogisch, wenn ich jetzt nicht von einem Schüler-Lehrererlebnis schreibe, sondern den Fokus ganz auf mich alleine richte?

    Ich habe es dieses Jahr – und es war kein einfaches Jahr! – des Öfteren geschafft, einfach bei mir zu bleiben – mit Nichten JEDES MAL und auch nicht mehr als DIE HÄLFTE – ABER ich habe es hier und dort geschafft!

    Darüber bin ich unglaublich froh.
    Ich arbeite daran!
    Katharina

  16. Liebe Hattifnatte,
    so schön, wieder von dir zu lesen!
    Mich hat gerade auch der alljährliche Zeugnis- und Gutachtenwahnsinn voll im Griff.
    Aber ich freue mich, dass ich meine persönlichen Wilden Kerle wider Erwarten noch ein weiteres Jahr unterrichten darf – und das zusammen mit dem besten Team der Welt.
    Es war wohl das anstrengendste Jahr bisher und auch das intensivste. Sehr viel Nachdenken, sehr viele Gespräche, sehr viel Lachen, sehr viele gute Momente.
    Da sitzt ein Kind – weil es sich in der Klasse gar nicht mehr kontrollieren konnte – im Nebenraum und arbeitet friedlich vor sich. Ich schaue nach ihm und es sagt: „Bleib da, ich brauch dich doch!“
    Alles Gute für dich, für die letzten Schultage – und erhol dich gut in den Ferien.
    Liebe Grüße,
    petra

  17. Erst einmal: danke für die vielen schönen Beiträge, die du auch dieses Jahr wieder verfasst hast. Es hat Spaß gemacht, mitzulesen!
    Ich sage mir immer, wenn es wieder etwas zur Besorgnis oder zum Ärgern gibt:
    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!
    Liebe Grüße, Kim

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