Links im März: Matheedition mit Keksen

Wer montags bei -12 Grad frühaufsichtet, braucht einen mit heißem Kaffee gefüllten Becher, um Seele, Magen und Kinderhände zu wärmen. Und Kekse in Magen und Gemüt: ganz großartig geeignet sind diese Mohnzitronencookies.

Ganz warm wird dem Körper in der Folge durch exzessives Andieheizunglehnen, dem Lehrerherzen durch das Auffinden dieser Seite zu virtuellen Arbeitsmitteln im elementaren Mathematiklernen. Herr Urff hat Ahnung (er hat zum Thema seiner Seite promoviert), das merkt man. Tolle Sache, didaktisch durchdacht.

Weiter geht´s mit Mathe –  total monothematisch hier heute: In vielen zweiten Klassen ist gerade Einmaleins o´clock und da der liebe Gott vor die Automatisierung das Operationenverständnis gestellt hat, kann ich immer wieder und von Herzen das tolle Multiplikationsmaterial von Bettina Rordorf empfehlen. Es dauert ein bisschen, bis alles erstellt ist – aber es lohnt!

Auch lohnend: sich mal wieder näher mit dem Zehnerübergang zu beschäftigen. Herr Gaidoschik hat ein tolles, sehr praxisorientiertes Buch über Rechenschwäche geschrieben, auf dieser Seite findet ihr online seine schlauen Gedanken zum Rechnen über den Zehner.

Und noch´n Gedicht: Heinz Rühmann liest Kästners famoses Märzgedicht.

PS: Alles total unbezahlte, freiwillige Reklame

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Fortbildungen zum Forthüpfen (inkl. Reklame für RoLeR-Fortbildungen)

Alter, ich war echt schon auf schlechten Fortbildungen: Spielefortbildungen, auf denen nicht gespielt wurde, Differenzierungsfortbildungen, die für weniger Differenzierung im Unterricht warben und Mathefortbildungen, die den Forschungsstand von etwa 1975 referierten.**

Und ich hatte wirklich schon ganz ungemein großartige Fortbildungen, aus denen ich schlauer, inspirierter und eben hüpfend herausging. Mit einer Idee davon, wie zu gehende Wege aussehen könnten.
Ein nicht unbedeutender Teil dieser Hüpf-Fortbildungen wurde geleitet von Menschen, die die 60 schon mehr oder weniger deutlich überschritten hatten. Die sich nicht mehr damit aufhalten mussten, ihren allerneuesten wissenschaftlichen Artikel zu bewerben oder sich vor irgendjemandem zu profilieren. Menschen, die in ihrem jahrzehntelangem Tun etwas entwickelt, weiterentwickelt, reflektiert, verändert hatten und die Essenz ihres Tuns und Denkens jetzt unprätentiös weitergaben.
Eine dieser Personen ist Edeltraud Koschay, die Autorin des Rostocker Lese-Rechtschreib-Trainingsprogramms (RoLeR), über das ich hier schonmal kurz schrieb.
Frau Koschays Fortbildungen, die ich besuchen durfte, waren anstrengend, kopffüllend und wahnwitzig inspirierend. Diese nicht mehr ganz junge ostdeutsche Dame sprudelt über voll Begeisterung für gute pädagogische Arbeit und dafür, nicht zu ruhen, bis jedem Kind mit Leserechtschreibproblemen geholfen wurde. Dafür gibt es bei ihr nicht DEN einen Weg (schon das finde ich ja derbe sympathisch) – manches Kind profitiert vielleicht von der Linealprobe, ein anderes braucht laaange Übungen mit Silbenkarate, um Lang- und Kurzvokal zu unterscheiden. Lang- und Kurzvokal sind ein ganz wichtiger Punkt im Basistraining des RoLeR, ebenso dem Kind  den Aufbau von Wörtern (und Sätzen) zu verdeutlichen. Die Arbeit im Basistraining erfolgt auf Silben- und Signalgruppenebene; letztere heißen dort „Blitzer“ und ich bin für die Übungen dazu so dermaßen dankbar. Es erhöht die Chance für sinnverstehendes Lese einfach ganz ungemein, wenn J., der vor dem Lesen auf „Blitzersuche“ ging, nun nicht mehr findeeeen oder Eeeeente liest.

Das muss Euch erstmal als Einblick genügen, mehr gibt´s im Dezember  Januar: ich werde ein Mailinterview mit Frau Koschay führen und es dann hier veröffentlichen. Habt ihr auch Fragen? Dann immer her damit!

Noch mehr Ein- und Durchblicke gibt´s sogar live und für umme: ihr könnt im Rahmen der Winterakademie Mecklenburg-Vorpommern (5.-7.2.) an (bis zu) drei Tagen Fortbildungen von Frau Koschay besuchen. Ich selbst werde ebenfalls versuchen, für einen der Tage fortbildungsfrei zu bekommen. Falls jemand sich auf den Weg nach Rostock macht: meldet euch doch, vielleicht treffen wir uns auf einen Kaffee?*

 

P.S.: Ich mache hier höchst freiwillig und unbezahlt Reklame fürs RoLeR – einfach weil ich finde, es sollte bekannter sein.

*hattifnattenblog@googlemailcom

 

Links im November

Der erste Links sei stets eine Süßwarenlink: heute führt er zu wirklich ganz ungemein famosen Ahornsirupkeksen.

Aber ihr wollt nicht nur Kekse, ihr wollt auch Schulisches, wollt ihr nicht?

Die „Lesen mit Lisa/Schreiben mit Lisa“-Reihe, die ich eh schon gut finde, wurde um „Trainieren mit Lisa“ (Ich hab bisher nur Band 1) erweitert. Gut zu benutzen für das relativ selbständige Arbeiten des Kindes, langsame Progression, es wird intensiv am (lautgetreuen) Wortmaterial gearbeitet.

Apropos Deutsch: Herr(n) Emrich macht sich Gedanken zu oft anzutreffenden Übungen in „Buchstabenwegen“ und ich teile seine Bedenken.

Ich finde es – neben einer starken Fokussierung auf die phonologische Bewusstheit –   sehr, sehr wichtig schon so früh wie möglich den Leseprozess zu thematisieren – und eben zu lesen. Sehr schön geht das beispielsweise mit den monsterhaften Quatschnamen aus der Ideenreise – Pseudowörter lesen mit viel Spaß. Oder mit Ideen aus den RoLeR-Heften der sagenhaften Frau Koschay***, die Lesen und Schreiben von Anfang an verbindet.

Landauf, landab werden gerade Zahlenräume erweitert, ich bin da ja eine grosse Freundin der Mehrsystemblöcke (Zehnerstangen, Hunderterplatten etc.); um damit etwas am Smartboard zu zeigen, nutze ich diese amerikanische Seite.

Wenn mir mein eigener Unterricht gerade nicht gefällt (heute zum Beispiel), träum ich mich in Marions „Weltreise“-Einheit. Großartig.

Habt einen sanften November, kocht euch Kakao, esst dieses indische Dal und seid gut zueinander.

 

 

 

***Nachdem ich es mir so ca. 10 Jahre vorgenommen hatte, war ich endlich auf zwei Fortbildungen zum RoLeR-Trainingsprogramm bei Frau Koschay. Da geht frau beflügelt raus, muss ich unbedingt mal drüber schreiben.

P.S.: Alle Werbung erfolgte höchst freiwillig, unbezahlt und ohne irgendeine Kooperation.

 

Von Einschulungsliedern, Glitterkram und dem weiten Meer: Links im Juli

Diese letzten Tage, wenn die Luft schon langsam entweicht und man jedem – insbesondere sich selbst – pausenlos  Unmengen dieser Schokokekse und Milchkaffee anreichen möchte, stattdessen aber mit mehr oder minder schlimmem Unbill und mehr oder minder schlimmen Einschulungsliedern beschäftigt ist.

Dankenswerterweise singen wir zur Begrüßung der neuen Schüler*innen dieses Lied von Meinhard Ansohn**. „Schule ist für alle da“ ist eine sehr wünschenswerte Botschaft zum Schulbeginn, finde ich.

Wem der Endjahresunbill so sehr zusetzt, dass allein die Kekse nichts mehr retten können, muss vielleicht einer ersten Klasse ihr „Calm Down Jar“ klauen  oder sich flugs (?!) selbst eines bauen. Nach diesem Rezept funktioniert es gut und gerade meine Erstklässlerjungs fahren ungemein drauf ab.

Wer schon Ferien hat, sitzt unter Umständen in den Dämpfen des Laminiergerätes und möchte sich diese wirklich gute, wirklich schöne Kartei zur Partnerarbeit im Anfangsunterricht Mathematik (von W.Schipper, auf „Förderkartei“ klicken) gleich auch einplastiken.

Wer schon Ferien hat sitzt aber möglicherweise auch faul in der Sonne (Lob!) und möchte mit Füßen auf dem Tisch und Gin&Tonic vor der Nase was Nichtschulisches auf dem elektronischen Gerät des Vertrauens lesen.

Hier ein paar Vorschläge, bitte wählen sie je nach Gemütslage:

  • Ich heule fast nie beim Lesen . Als Frl. Read on in ihrer warmen Art vom Leben und Überleben in einem indischen Slum schrieb, hab ich´s getan. Der Text heißt „Eine Banane“, es schadet aber auch gar nichts, wenn ihr gleich dableibt und den Blog leer lest.
  • Isabel Bogdan und Maximilian Buddenbohm lassen Menschen von ihren Berufen und Berufungen berichten und schreiben das dankenswerterweise für ihr Projekt „Was machen die da“ auf. Mein Lieblingstext ist der über eine Seekartenexpertin.
  • Falls ihr vor Eurer Urlaubsreise noch wissen wolltet, ob es physikalisch möglich wäre, sich im Flugzeug von einem Vogel mit einer Pizza beliefern zu lassen: Randall Munroe beantwortet auf „What if?“* derartige Fragen wissenschaftlich korrekt und sehr, sehr lustig. Gibt´s auch auf Deutsch als Buch (das ich mal während einer Bahnfahrt durchgelesen und dabei sehr mitfahrernervenstrapazierend gegiggelt habe).

Habt es gut und esst mir ja nicht zu wenig Schokoladeneis!

H.

 

 

P.S.: Sämtliche Reklame folgt aus meinem Gefallen, nichts davon ist bezahlte Werbung, Kooperation oder irgendwie derartiges.

**Doch, doch. Manchmal singe ich auch was, das nicht von Ansohn ist…:-)

 

(Nicht mehr vorhandene) Bruchteile von Kuchen, alttestamentarische Blicke und gepunktete Kalender: Links im Februar

Gute Monate beginnen mit Gebäck, bei uns war´s – animiert durch einen Obstkorb allzu sauerer Orangen – dieser Kuchen. Er wurde an einem Wochenende von zwei in diesem Haushalt lebenden Personen (die nicht näher genannt werden möchten) komplett verzehrt.

Auf die Teilung von Kuchen verzichtet hab ich bei der Neuauflage „Bruchrechnung“ in der 8. Dafür haben wir mehrere – papierene –  Ganze in lustig-farbige Bruchteile von 1/2 bis 1/12 zerteilt, die ich u.a. zur Veranschaulichung von unechten Brüchen und dem besseren Verständnis von Kürzen und Erweitern nutze. Erst wollte ich sie auch fürs Vergleichen von Brüchen benutzen – lass ich nu aber doch, dazu dient momentan in Partnerarbeit am PC „Fraction Bars“ der englischen Seite TeacherLED.

Ich habe jüngst unter dem „12 von 12“ Artikel ganz wunderbare Sachbuchempfehlungen bekommen, „Wie wir begehren“ von Carolin Emcke gleich beim letzten Büchereibesuch ausgeliehen und weitere vorgemerkt. Ich kann´s noch nicht empfehlen, weil es noch unangefangen auf der blauen Kommode rumliegt. Unbedingt empfehlen – für Büchereilieber und -hasser – will ich aber diesen Bibliothekstext von Herrn Buddenbohm. (Darin übrigens der „Blick, der als alttestamentarisch durchgehen kann“).

Von schon bebuchstabten Büchern zu noch relativ leeren:

Ich bin eine Lehrerkalenderwechslerin. Ich hatte schon den von 4teachers und den von Timetex, dieses Schuljahr begleitet mich nur der kleine rote der örtlichen Sparkasse. Meine Unterrichtsplanungen mache ich in fest gebundenen, kleinen Blankobüchern (von Tiger), momentan schreib ich da auch Gesprächskram und Konferenzengemurks rein. Und die vielen Notizen für die Präventions- und Integrationsarbeit. Gerade ist sogar mir das etwas zu durchmischt. Nächstes Jahr möchte ich meine tatsächlichen Unterrichtsplanungen weiterhin im Extrabuch haben, den Rest aber doch bittegerne in einem großen Lehrerkalender. Bei Instagram bin ich über den  gepunkteten (!) Lieblingslehrerplaner gestolpert. Und bin angetan. Dazu sollte man wissen, dass ich Punkte wirklich sehr, sehr mag. Ich besitze 3 gepunktete Shirts, zwei gepunktete Kleider, einen gepunkteten Blazer UND (Trommelwirbel, Saxofonsolo) einen türkisen, gepunkteten Mantel. Der Planer ist ebenfalls türkis gepunktet* – sie hören ein grundsätzlich sehr unhattifnattisches Kieksen. Unabhängig von den Punkten erscheint das Teilchen auch von innen niedlich und durchdacht – man kann ihn hier  virtuell durchblättern.**

Habt es gut, ob mit (karnevalistischen) Punkten oder ohne!

 

 

*Der Alternativeinband ist altrosa. Nunja.

** Das ist übrigens höchst freiwillige Reklame ohne Bezahlung oder Kooperation irgendeiner Art.

Reklame für lustige Dinge: das Hue Animation Studio

Ab und an bekomm ich ulkige Emails: „Wir haben ihren interessanten Blog gelesen und glauben, dass unser neues Altgriechischlehrbuch genau das richtige für sie und ihre Schüler ist.“ Nun.

Seltener bekomm ich Mails wie die von HUE, bei der ich tatsächlich das Gefühl hatte, man hat zuvor Blogartikel von mir gelesen hat. Und wenn es dann auch noch um technische Spielereien geht, dann haben die mich halt und ich mach meine erste „Blogkooperation“. Heißt: nette Menschen haben mir das HUE Animation Studio kostenlos geschickt und ich schreib drüber. Wobei mir freisteht, das scheiße zu finden. Find ich aber nicht. Ist lustig – finde ich, finden die Schüler.

Das Ding verspricht, ganz einfach kleine Animationsfilmchen aus einzelnen Bildern zusammensetzen zu können inkl. lustiger Effekte.  Das verspricht es allerdings auf englisch, was meine SchülerInnen zum Glück sehr viel weniger irritiert hat, als ich befürchtet hatte. Ich habe ihnen eine frontale Schnellanleitung gegeben*, den Rest haben sie durch ausprobieren bzw. Googleübersetzung problemlos hinbekommen. Wir haben die Kamera und Software bisher einmal als Kleingruppe genutzt, es wurden Kurzfilmchen zu Brüchen gedreht, als grobes Vorbild diente uns dafür dieses Video. Für das (und für weitere) gibt es im beiliegenden „Book of Animation“genaue technische Anleitungen. Sehr gut und verständlich gemacht, auch mit meinem sehr mäßigen Englisch.

Die Filme der Schüler kann ich euch hier leider nicht zeigen, da sind sie drauf und man hört sie „Noch ein Vierrrrrtel!“ und ähnliches sagen.

Es ist so, dass man das HUE Animation Studio sicher nicht braucht, um guten Unterricht zu machen. Ich finde es aber eine sehr nette, gut gemachte, wohl aufbereitete technische Spielerei, die auf meine SchülerInnen (14/15 Jahre, Flex-Klasse) höchst motivierend wirkte.

Ich werde es im Frühjahr mal für Verklanglichungen bzw. Programmmusik im Musikunterricht einsetzen und kann es mir auch für Vorgangsbeschreibungen und mehr bestens vorstellen.

P.S.: Kaufen kann man das Teilchen für rund 60€ zum Beispiel bei Amazon, diverse Anregungen gibt´s im youtube-Kanal von HUE

* Die Schnellanleitung gibt´s auf der Internetseite auch auf Deutsch

Der „ein bisschen Kitsch schadet nie“-Adventskalender für Menschen mit Förderbedarf im Bereich Basteln

Ab und an überkommt es mich und ich nehme – wider besseren Wissens- den Bastelkleber zur Hand und harre der Dinge die da kommen. Die Dinge sehen dann doch am Ende äußerst danach aus, als hätten meine nicht vorhandenen Kinder daran maßgeblich mitgewirkt.

Beim Erschaffen eines neuen Adventskalenders für den Gatten hab ich deshalb wohlweislich auf Halbfertigprodukte zurück gegriffen und sie so zusammengepunzt, dass es – nun ja – anständig aussieht und noch genug Geld übrig ist, um gute Dinge für Innendrin zu besorgen.

Ich war bei Tiger und beim Depot (die mir beide für die Erwähnung ihrer Namen nix geschenkt haben) und habe erworben:

  • 1 Rolle Dekoband „Schneesterne“ (2m, 2€)
  • 1 Sternchenlocherdings (1€)
  • 24 Papiertütchen (in 6er Packs zu 1€)
  • Und vom Depot: Wäscheklammern mit Adventskalendernummern und possierlichen Bildchen (7,99€)

    Rechts oben in jedes Tütchen hab ich einen Stern gestanzt, das Schneesterneband in Stückchen (je 3 Schneesterne) geschnitten und mittig aufs Tütchen geklebt.

     Ich schwöre ja auf diesen „Wird beim Trocknen transparent“-Bastelkleber – aus Gründen. Wenn befüllt, wird schließlich die Wäscheklammer draufgeklippt.

    Ich finde das Ergebnis ja niedlich. Sagt jetzt nichts Falsches und habt einen schöne, lichtvolle, zwischendurch vielleicht sogar mal geruhsame Adventszeit.